Im Wanderschritt die Natur erleben – ein guter Ausgangspunkt für Touren in den Harz

Der Herbst ist die schönste Jahreszeit für Wanderungen im Harz, dem nördlichsten der deutschen Mittelgebirge. Wer sich morgens im kühlen und oft noch nebligen Tal auf den Weg macht, dem wird beim ersten Anstieg warm. Die Sonne scheint schon auf die Gipfel und lässt die bunten Blätter im klaren Herbstlicht erstrahlen. Rechtzeitig zur Mittagsrast wird es warm, und oben belohnt die Wanderer schließlich eine weite Aussicht über das Harzvorland. Aus dem niedersächsischen Kurort Bad Harzburg am Nordrand des Harzes führen zum Beispiel neue Themenwege in den Nationalpark. Sie sind gut ausgeschildert und geeignet für alle, die auf eigene Faust und im eigenen Tempo wandern gehen, sei es mit Kindern oder eher in sportlicher Geschwindigkeit. Es gibt aber auch regelmäßig geführte Touren.

Bizarre Klippen mit Gesicht
Der gut elf Kilometer lange Rundweg Kästeklippentour, der jetzt vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumweg ausgezeichnet wurde, hat beispielsweise bizarre Felsformationen zum Ziel. Dort angekommen, wartet auf Kinder ein besonderer Spaß, denn neben dem berühmtesten Felsen, “dem Alten vom Berge”, lassen sich mit etwas Fantasie noch viele weitere Wesen in den markanten Steinformationen entdecken. Gleich nebenan bietet die Waldgaststätte im Kästehaus einen Imbiss zur Stärkung an. Schöne Aussichten finden die Wanderer nicht allein auf den Kästeklippen, sondern bereits beim Anstieg durch das Gläsekental und auf dem Rückweg nach Bad Harzburg (bad-harzburg.de) am Schlackentalbach entlang.

Waldschaukeln und -liegen
Die neuen Themenwege punkten auch mit einer besonders einladenden Ausstattung an den Rastplätzen: Auf Holzliegen können sich die Wanderer ausstrecken oder auf Waldschaukeln die Ausblicke genießen. Von einer Beobachtungsplattform am Ziel der Luchstour, die ebenfalls gerade das Zertifikat als Premiumweg erhalten hat, bietet sich ihnen sogar eine spezielle Aussicht. Dort schauen die Wanderer direkt in das Freigehege von Luchsen, die von hier aus im Harz wieder ausgewildert werden. Zweimal pro Woche laden die Nationalpark-Ranger zu öffentlichen Fütterungen ein und stellen den Besuchern die scheuen Waldbewohner vor. Auf der Drei-Täler-Tour gelangen Familien zu weiteren Attraktionen, die Kinder und Jugendliche begeistern können. Hier liegen der Märchenwald und der Hochseilpark direkt am Weg.

Aussicht über den Harz
Unter den Themenwegen gibt es längere und herausfordernde Strecken – oft mit der Möglichkeit zur Abkürzung für die weniger ambitionierten Wanderer – wie auch leichtere Routen. So lässt sich zum Beispiel der Rundweg um den Eckerstausee nach einer Anfahrt mit dem Waldbus auch für Spaziergänger gut bewältigen: Die gut zehn Kilometer lange Route kommt fast ohne Steigungen aus. Rund um den idyllischen Uferweg am Stausee laden viele Bänke dazu ein, die Natur in Ruhe auf sich wirken zu lassen. Das Gegenteil finden Bergsteiger gleich nebenan auf dem Teufelsstieg: Mit gut 13 Kilometern ist er zwar nicht besonders lang, aber dafür umso steiler. Der Weg führt auf den 1.141 Meter hohen Brocken. Vom höchsten Gipfel Norddeutschlands aus bietet sich dann die beste Aussicht über den Harz.
(mpt-14/48976).

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