Rauchen ist der wichtigste vermeidbare Risikofaktor bei der Krebsentstehung

Für mehr Infos auf das Bild klicken

Nicht alle Krebsrisiken lassen sich beeinflussen. Aber eines der größten hat jeder selbst in der Hand: Denn Rauchen ist der wichtigste vermeidbare Risikofaktor der Krebsentstehung. So sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland hierzulande bei Männern etwa neun von zehn, bei Frauen mindestens sechs von zehn Lungenkrebserkrankungen auf das aktive Rauchen zurückzuführen. Doch Tabakkonsum macht nicht nur die Lunge krank: Beispielsweise werden fast alle Krebsarten im Mund- und Halsbereich, Speiseröhrenkrebs, Tumoren in Magen, Darm, Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse und Blase sowie Gebärmutterhalskrebs und einige Formen der Leukämie vorrangig oder anteilig durch das Rauchen befördert.

 

Rauchstopp bringt längeres Leben

Das Krebsrisiko durch Rauchen ist umso höher, je früher man mit dem Rauchen angefangen hat, je länger man dabei bleibt und je größer die Anzahl der täglich gequalmten Zigaretten ist. „Mit einem Rauchstopp kann man die Gesundheitsgefahren aber zumindest teilweise wieder rückgängig machen“, erklärt Frau Dr. Ute Mons, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention am Deutschen Krebsforschungszentrum. Für Männer ist dies schon länger bewiesen, eine neuere britische Studie hat den Effekt jetzt auch bei Frauen belegt. So leben rauchende Britinnen im Vergleich zu Nichtraucherinnen elf Jahre kürzer. Wird das Rauchen im Alter von 30 Jahren wieder aufgegeben, gleicht sich der Unterschied fast völlig aus, bei einem Rauchverzicht mit 40 gewinnen Frauen immerhin neun zusätzlich Lebensjahre. [ Anzeige Beim Fastenwandern das Rauchen abgewöhnen?  ] „Sich das Rauchen abzugewöhnen, lohnt sich also auf jeden Fall, auch für Frauen oder Männer, die schon längere Zeit zur Zigarette greifen“, so das Resümee von Mons. Wer Fragen zu Rauchen und Krebs, dem Nutzen eines Rauchstopps oder der Behandlung bereits bestehender Krebserkrankungen hat, kann sich auch unter der kostenlosen Rufnummer 0800 – 420 30 40 an die Experten des KID wenden. Mehr Infos zum Thema gibt es außerdem unter http://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/.

 

Auch anderen Krankheiten vorbeugen

Nicht nur das Krebsrisiko, auch die Wahrscheinlichkeit für viele andere Gesundheitsprobleme sinkt durch den Verzicht auf Tabak. So schwindet nicht nur der Raucherhusten, auch Herz und Kreislauf werden entlastet, der Blutdruck sinkt und der Verlauf von chronischen Atemwegserkrankungen wie COPD wird gebremst. Wichtig für Männer: Nichtraucher sind im Durchschnitt potenter, da der Qualm die feinen Gefäße im Penis schädigt und damit die Erektionsfähigkeit stört. (djd).

 

Der Gesundheitscountdown

(djd). Das passiert nach dem Rauchstopp:

– Schon drei Tage nach der letzten Zigarette verbessert sich die Funktion der Atemwege.
– Nach einer Woche sinkt der Blutdruck.
– Mit der Zeit verschwinden die Verfärbungen von Fingern und Zähnen, die Haut glättet sich.
– Drei bis neun Monate nach dem Rauchstopp verbessern sich Husten und Atemwegsbeschwerden.
– Zwei Jahre später hat ein Ex-Raucher wieder fast das gleiche Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen wie ein Nichtraucher.
– Bereits innerhalb einiger Jahre sinkt das Erkrankungsrisiko für die meisten Krebsarten deutlich, mehr dazu auch unter http://www.krebsinformationsdienst.de.
– Nach zehn Jahren ist das Lungenkrebsrisiko nur noch halb so hoch, wie es wäre, hätte man weitergeraucht.

 

 

Advertisements